Heute ist Donnerstag, der 10. September, und diese Woche beschäftigen wir uns mit dem Thema der Global Week of Prayer aus Philipper 2,6–11, insbesondere Vers 10, wo es heißt, dass „vor dem Namen Jesus […] einmal jedes Knie gebeugt“ werden soll. Jeden Tag denken wir über einen anderen Ehrentitel für Jesus nach und verkünden seinen Namen über uns selbst, unseren Orten und unseren Nationen.
Zu Beginn meines Betens lasse ich es ruhig werden in mir. Ich atme langsam und bewusst und sammle meine zerstreuten Gedanken: Gott, du bist hier.
Herr Jesus, du bist über alles erhöht. Dein Name steht über allen Namen – über jedem Herrscher, jeder Macht und jeder Gewalt, im Himmel und auf Erden und unter der Erde.
Darum beten wir heute – im Namen Jesu – dass sich jedes Knie beugt und jede Zunge bekennt, dass er der Herr ist. Nicht weil wir die Kraft dazu haben, sondern weil du sie hast. Nicht, weil unsere Pläne ausreichend wären, sondern weil deine Macht unbegrenzt ist.
Ich entscheide mich heute bewusst, mich an Gottes Führung zu freuen, und stimme ein in den uralten Lobpreis des ganzen Gottesvolkes, mit Worten aus Psalm 25:
Zeige mir, HERR, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heils.
Auf dich hoffe ich den ganzen Tag.
In den Kapiteln vor unserem heutigen Bibeltext hat der Autor des Hebräerbriefes gegenüber seinen Lesern betont, dass Jesus Christus allen anderen geistlichen Wesen, Mächten und Gewalten überlegen ist. Nun erklärt er, dass Jesus zudem auch die größten menschlichen Anführer übertrifft…
Aus diesem Grund sollt ihr euer Augenmerk auf Jesus richten, meine Geschwister, auf den Apostel und Hohen Priester unseres Bekenntnisses. Ihr seid ja auch für Gott ausgesondert und zur Teilnahme an der himmlischen Welt berufen. Haltet euch vor Augen, wie treu er dem dient, der ihn eingesetzt hat. In dieser Hinsicht ist er wie Mose, der ein treuer Diener für das ganze Haus Gottes war. Ihm jedoch kommt größere Ehre zu als Mose. Denn der Erbauer eines Hauses genießt größeren Ruhm als das Haus. Jedes Haus hat ja einen Erbauer, aber der, der alles erbaut hat, ist Gott. Und wenn Mose sich in Gottes ganzem Haus als treu erwies, bezieht sich das auf seinen Dienst als Verwalter. Damit war er ein Hinweis auf das, was später verkündigt werden sollte. Christus aber erweist seine Treue als Sohn und damit ‹als Herr› über das Haus Gottes. Und dieses Haus sind wir – vorausgesetzt, wir halten voll Zuversicht und Stolz an der Hoffnung fest, bis wir am Ziel sind.
Mose war der größte Held des Alten Testaments, und es scheint, als ob der Verfasser des Hebräerbriefes sein frühchristliches Publikum daran erinnern musste, ihn nicht über Jesus zu stellen. Mose war ein Diener, Jesus ist der Sohn. Während ich diese Woche mit Christen auf der ganzen Welt bete, werde ich daran erinnert, wie schnell es passieren kann, dass wir geistliche Führungsfiguren vergöttern. Meine Bewunderung kann dazu führen, dass ich mich nach Menschen richte, anstatt selbst auf Gott zu hören. Indem er Jesus „Apostel und Hohen Priester“ nennt, erinnert mich der Autor des Hebräerbriefes daran, dass Jesus mein oberster Leiter sein muss und dass seine Worte, sein Vorbild und seine Wege die höchste Quelle der Autorität in meinem Leben sein sollten.
Herr Jesus, mein Apostel und mein Hohepriester, hilf mir, dir immer den ersten Platz und den größten Einfluss in meinem Leben einzuräumen. Hilf mir, dich heute noch klarer durch dein Wort und deinen Geist reden zu hören.
Der heutige Text lobt Mose als einen treuen Leiter des Volkes Gottes. Ich bete jetzt für die treuen Leiterinnen und Leiter in meiner Gemeinde, die Gott mir geschenkt hat, um mich in der Nachfolge Jesu zu führen und zu begleiten.
Herr Jesus, ich bete für die Leiter meiner Gemeinde, die unter dir als ihrem Apostel und Hohepriester dienen. Gib ihnen neue Kraft und rüste sie aus, dass sie uns als dein Volk zusammenbringen und als dein Haus aufbauen können.
Ich lese den Abschnitt noch einmal. Dabei achte ich darauf, welches Wort oder welchen Satz der Heilige Geist mir besonders aufs Herz zu legen scheint…
Aus diesem Grund sollt ihr euer Augenmerk auf Jesus richten, meine Geschwister, auf den Apostel und Hohen Priester unseres Bekenntnisses. Ihr seid ja auch für Gott ausgesondert und zur Teilnahme an der himmlischen Welt berufen. Haltet euch vor Augen, wie treu er dem dient, der ihn eingesetzt hat. In dieser Hinsicht ist er wie Mose, der ein treuer Diener für das ganze Haus Gottes war. Ihm jedoch kommt größere Ehre zu als Mose. Denn der Erbauer eines Hauses genießt größeren Ruhm als das Haus. Jedes Haus hat ja einen Erbauer, aber der, der alles erbaut hat, ist Gott. Und wenn Mose sich in Gottes ganzem Haus als treu erwies, bezieht sich das auf seinen Dienst als Verwalter. Damit war er ein Hinweis auf das, was später verkündigt werden sollte. Christus aber erweist seine Treue als Sohn und damit ‹als Herr› über das Haus Gottes. Und dieses Haus sind wir – vorausgesetzt, wir halten voll Zuversicht und Stolz an der Hoffnung fest, bis wir am Ziel sind.
Ich nehme mir einen Augenblick Zeit, um über die Worte oder Sätze nachzudenken, die der Heilige Geist mir aufs Herz gelegt hat.
Mir fällt die Aufforderung auf, „mein Augenmerk auf Jesus zu richten“. Ich kann mich nicht von ihm leiten lassen, wenn ich nicht lerne, seine Stimme zu erkennen. Und das beginnt damit, dass ich ihm meine ungeteilte Aufmerksamkeit schenke. Und doch lasse ich mich sehr leicht ablenken – sei es durch meine Verpflichtungen, meine Ängste oder mein Handy. Wie die Dichterin Mary Oliver schreibt: „Hingabe beginnt mit Aufmerksamkeit.“* Wenn ich Jesus besser kennenlernen will, muss ich damit beginnen, die Ablenkungen zu beseitigen.
Herr Jesus, ich richte meine Aufmerksamkeit wieder auf dich, meinen Apostel und Hohenpriester. Hilf mir, in dieser Welt der ständigen Ablenkung die Disziplin zu entwickeln, um mich ganz auf dich zu konzentrieren – denn du verdienst alles, was ich bin und habe.
Und nun mache ich mich bereit, diese Zeit des Gebets in den kommenden Tag mitzunehmen. Dabei höre ich, wie der Herr, der mich liebt, mir im Hebräerbrief sagt:
[Wirf] alle Last und die Sünde ab, die [dich] so leicht umstrickt. [Laufe] mit Ausdauer in dem Wettkampf, der vor [dir] liegt, und [blicke] dabei auf Jesus, den Urheber und Vollender des Glaubens.
Vater, hilf mir, diesen Tag mit ganzem Herzen zu leben
und dir in jeder Hinsicht treu zu sein.
Jesus, hilf mir, mich an andere zu verschenken
und jedem Menschen freundlich zu begegnen.
Heiliger Geist, hilf mir, die Verlorenen zu lieben,
und Christus zu bezeugen in allem, was ich tue und sage.
Amen.
Originalsprecher: Brian Heasley
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