Heute ist Montag, der 7. September, der zweite Tag der Global Week of Prayer. Diese Woche laden wir die Gemeinde Jesu auf der ganzen Welt ein, jede Nation der Erde mit ununterbrochenem Gebet zu füllen. Wir spüren, wie Gott Menschen einlädt, sich im Gebet eins zu machen – und du kannst ein Teil davon werden. Weitere Informationen und Möglichkeiten, mitzumachen, findest du auf der „Global Week of Prayer“-Website.
Passend zum Thema der Global Week of Prayer beschäftigen wir uns diese Woche bei Lectio 365 mit Philipper 2, und insbesondere mit Vers 10, wo es heißt, dass „vor dem Namen Jesus […] einmal jedes Knie gebeugt“ werden soll. Jeden Tag denken wir über einen anderen Ehrentitel für Jesus nach und verkünden seinen Namen über uns selbst, unseren Orten und unseren Nationen.
Wenn wir diese Woche mutig in seinem Namen beten, führen diese Bibelworte uns, als seine weltumspannende „königliche Priesterschaft“ (1. Petrus 2,9), vom anbetenden Staunen ins aktive Handeln. Aus dem Gebet heraus sind wir eingeladen, unseren König und Priester Jesus durch demütiges Dienen und aufopfernde Liebe nachzuahmen.
Zu Beginn meines Betens lasse ich es ruhig werden in mir. Ich atme langsam und bewusst und sammle meine zerstreuten Gedanken: Gott, du bist hier.
Herr Jesus, du bist über alle erhöht. Dein Name steht über allen Namen – über jedem Herrscher, jeder Macht und jeder Gewalt, im Himmel und auf Erden und unter der Erde.
Darum beten wir heute – im Namen Jesu – dass sich jedes Knie beugt und jede Zunge bekennt, dass er der Herr ist. Nicht weil wir die Kraft dazu haben, sondern weil du sie hast. Nicht, weil unsere Pläne ausreichend wären, sondern weil deine Macht unbegrenzt ist.
Ich entscheide mich heute bewusst, mich an Gottes unaufhörlicher Liebe und Güte zu freuen, und stimme ein in den uralten Lobpreis des ganzen Gottesvolkes, mit Worten aus Psalm 42,9:
Am Tag zeigt der HERR seine Freundlichkeit
und in der Nacht hüllt sein Lied mich ein,
ein Gebet zum Gott meines Lebens.
Heute denke ich über Jesus als denjenigen nach, in dem alles geschaffen wurde und in dem alles miteinander versöhnt wird. Und zwar durch diesen wunderschönen christologischen Hymnus aus dem Kolosserbrief…
[Der Sohn] ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der weit über allem Geschaffenen steht.
Denn in ihm wurde alles erschaffen: im Himmel und auf der Erde, das Sichtbare und das Unsichtbare, Thronende und Herrschende, Mächte und Gewalten. Alles ist durch ihn geschaffen und vollendet sich in ihm.
Vor allem war er da, und alles hat in ihm Bestand.
Er ist auch der Kopf des ganzen Körpers, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten heraus, damit er überall und in allem der Erste sei.
Denn mit ganzer Fülle wollte Gott in ihm wohnen
und durch ihn alles mit sich versöhnen. So hat er durch ihn und sein am Kreuz vergossenes Blut Frieden gemacht, sei es auf der Erde oder im Himmel.
Jesus ist nicht nur teilweise göttlich, ein Weg zu Gott unter vielen – nein, er ist die ganze Fülle Gottes. Er ist der Höchste; er ist absolut einzigartig, er ist derjenige, in dem alles besteht und zusammenhält. Interessanterweise kommt das Wörtchen „alles“ in diesem kurzen Abschnitt mindestens fünfmal vor. Diese Verse zoomen heraus und zeigen uns den großen Bogen der ganzen Gottesgeschichte: von der Schöpfung über das Kreuz, hin zur Auferstehung bis zum Tag der endgültigen Erlösung.
In allem ist Jesus. Dennoch stelle ich mir die Frage: Ist Jesus auch in meinem Leben überall anwesend?
Jesus, du zeigst mir, wie Gott aussieht. Du offenbarst dich mir auf eine Weise, die ich erkennen, sehen und verstehen kann. Ich schaue auf dich und danke dir, dass ich vollen Zugang zu deinem Charakter und deinem Wesen habe. Ich lade dich ein, in jedem Aspekt meines Lebens gegenwärtig zu sein.
Herr Jesus, in einer Zeit, in der viele versuchen, dir etwas hinzuzufügen – sei es durch mystische Erfahrungen, menschliche Philosophie oder religiöse Traditionen –, bringe du sie zu der Einsicht, dass du vollkommen ausreichend und überlegen bist. Ich bitte jetzt für mein Land und bete, dass mehr und mehr Menschen dich sehen, du Ebenbild des unsichtbaren Gottes.
Ich lese den heutigen Abschnitt noch einmal. Dabei achte ich auf ein Wort oder einen Satz, der gerade besonders in meinen persönlichen Kontext passt…
[Der Sohn] ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der weit über allem Geschaffenen steht.
Denn in ihm wurde alles erschaffen: im Himmel und auf der Erde, das Sichtbare und das Unsichtbare, Thronende und Herrschende, Mächte und Gewalten. Alles ist durch ihn geschaffen und vollendet sich in ihm.
Vor allem war er da, und alles hat in ihm Bestand.
Er ist auch der Kopf des ganzen Körpers, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten heraus, damit er überall und in allem der Erste sei.
Denn mit ganzer Fülle wollte Gott in ihm wohnen
und durch ihn alles mit sich versöhnen. So hat er durch ihn und sein am Kreuz vergossenes Blut Frieden gemacht, sei es auf der Erde oder im Himmel.
Ich nehme mir einen Augenblick Zeit, um über die Worte oder Sätze nachzudenken, die der Heilige Geist mir aufs Herz gelegt hat.
Ich fühle mich von dem Wort „Ebenbild“ angesprochen. Man könnte sagen, dass dies das Wort im Neuen Testament ist, das unserem Wort „Fotografie“ am nächsten kommt. Ein Foto bedeutet mir sehr viel mehr, wenn ich die Person auf dem Bild kenne.
Ich stelle mir vor, ich hätte ein Foto von Gott. Wo würde ich es aufhängen? Wie oft würde ich es mir ansehen? Betrachte ich das Foto nur gelegentlich? Hängt es an meinem Kühlschrank? Und löst es in mir den Wunsch aus, mit der Person auf dem Foto Zeit zu verbringen?
„Ebenbild des unsichtbaren Gottes“, ich gebe mich dir heute hin. Ich möchte, dass du nicht nur ein fernes, unscharfes Bild bist. Komm und nimm Wohnung in meinem ganzen Leben.
Und nun, da ich mich bereitmache, diese Zeit des Gebets in den kommenden Tag mitzunehmen, sagt mir der Herr, der mich liebt, in 2. Mose 6:
Ich nehme euch als mein Volk an und werde euer Gott sein. Ihr sollt erkennen, dass ich JAHWE bin, euer Gott, der euch […] befreit hat.
Vater, hilf mir, diesen Tag mit ganzem Herzen zu leben
und dir in jeder Hinsicht treu zu sein.
Jesus, hilf mir, mich an andere zu verschenken
und jedem Menschen freundlich zu begegnen.
Heiliger Geist, hilf mir, die Verlorenen zu lieben,
und Christus zu bezeugen in allem, was ich tue und sage.
Amen.
Originalsprecher: Brian Heasley
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